Anfang September fand die diesjährige Atemschutzübung der sechs Feuerwehren der Samtgemeinde Harpstedt statt. Ausrichter der diesjährigen Übung war die Freiwillige Feuerwehr Colnrade.
Wie bereits in den vergangenen Jahren wurde die Übung auf zwei Abende aufgeteilt. An jedem Abend nahmen jeweils drei Ortsfeuerwehren an der Übung teil. Den Auftakt machten am Dienstag die Feuerwehren Kirch- und Klosterseelte, Colnrade und Prinzhöfte. Am Mittwoch folgten die Feuerwehren Beckeln, Groß Ippener und Harpstedt.
Die Aufteilung auf zwei Übungsabende hat sich bewährt, um möglichst vielen Atemschutzgeräteträgern die Teilnahme an der jährlich vorgeschriebenen Atemschutzübung zu ermöglichen.
Als Übungsobjekt diente in diesem Jahr ein ehemaliges landwirtschaftliches Anwesen in Beckeln. Das angenommene Einsatzszenario sah einen Brand in zwei Gebäuden mit massiver Rauchentwicklung vor. Mehrere Personen wurden in den Gebäuden vermisst.
Die eingesetzten Atemschutztrupps mussten die Gebäude unter nahezu vollständiger Verrauchung absuchen, die vermissten Personen auffinden und anschließend ins Freie retten.
Eine besondere Herausforderung stellte dabei die bauliche Situation des Anwesens dar. Die alten und verwinkelten Gebäudeteile waren bei nahezu vollständiger Dunkelheit und dichter Verrauchung nur schwer zu erkunden. Hinzu kamen steile und enge Treppen, über die die unterschiedlichen Ebenen erreicht und die geretteten Personen ins Freie gebracht werden mussten.
Neben der körperlichen Belastung lag der Schwerpunkt der Übung insbesondere auf der Orientierung und Kommunikation der eingesetzten Trupps sowie auf der Koordinierung des Einsatzes unter diesen schwierigen Bedingungen.
Nachdem alle vermissten Personen aufgefunden und gerettet worden waren, konnte die Übung erfolgreich beendet werden.
Insgesamt nahmen 38 Atemschutzgeräteträger an den beiden Übungsabenden teil. Damit hatten die Einsatzkräfte die Möglichkeit, ihre jährlich erforderliche Atemschutzübung unter realitätsnahen Bedingungen zu absolvieren.
Die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) des Landkreises Oldenburg unterstützte die Übung mit dem Gerätewagen Atemschutz. Dank der mitgeführten Übungsmasken stand den eingesetzten Atemschutzgeräteträgern ausreichend Material zur Verfügung.
Nach Abschluss der Übung konnten die Kräfte ihre leeren Atemluftflaschen direkt vor Ort gegen gefüllte tauschen und so die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge schnell wiederherstellen.
Im Anschluss an die beiden Übungsabende kamen die Einsatzkräfte im Feuerwehrhaus Colnrade zu einer kurzen Manöverkritik zusammen. Bei Bratwurst und kühlen Getränken wurde der Übungsablauf besprochen und Erfahrungen ausgetauscht.
