Datum: 19. Januar 2018 um 18:22
Alarmierungsart: Vollalarm
Einsatzart: Verkehrsunfall
Einsatzort: Beckeln, Klein Köhren
Fahrzeuge: Florian Oldenburg-Land 14-21-1, Florian Oldenburg-Land 14-17-1, Florian Oldenburg-Land 14-23-4, Florian Oldenburg-Land 14-48-4, Florian Oldenburg-Land 14-52-4, Florian Oldenburg-Land 14-17-4


Einsatzbericht:

Um 18:22 Uhr ertönten in Beckeln und Harpstedt die Funkmeldeempfänger sowie Sirenen. In Klein Köhren in der Höhe des Dorfgemeinschaftshauses kam es zu einem Unfall mit einem Trecker und Anhängergespann und zwei PKW.

Ein Treckerfahrer wollte mit seinem Gespann von einem Feldweg aus nach links auf die Durchgangsstraße fahren. Dabei übersah er einen von rechts kommenden Passat. Dessen Fahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallte unter den Anhänger. Der Fahrer wurde schwer verletzt in dem stark deformierten Wagen eingeklemmt. Eine hinter dem Passat fahrende Frau kam beim Bremsvorgang mit ihrem Ford Fiesta ins Schleudern und prallte mit der Fahrertür gegen einen massiven Baum. Die Fahrerin wurde ebenfalls schwer verletzt in dem Wagen eingeklemmt. Durch den Zusammenstoß mit dem Baum kam es zu einem Kurzschluss in der Elektronik worauf eine starke Rauchentwicklung aus dem Motorraum hervor kam. Was sich anhört wie ein Schreckensszenario, entpuppte sich als Alarmübung für die beiden Feuerwehren.

Der zuerst eintreffende Rettungsdienst, Malteser Harpstedt, kümmerten sich um die beiden verletzten Personen und den geschockten Fahrer des Treckers. Die eintreffenden Kräfte der Feuerwehr Beckeln verschafften sich einen Überblick der Einsatzstelle. Aufgrund der Rauchentwicklung wurde umgehend mit einem Halligen-Tool die Motorhaube vom Ford Fiesta geöffnet und die Rauchentwicklung eingedämmt. Bei Eintreffen der Harpstedter Kräfte wurde die Einsatzstelle in drei Abschnitte eingeteilt. Die Feuerwehr Beckeln bekam die Abschnitte Straßenabsicherung und den Aufbau des dreifachen Brandschutzes an beiden verunfallten Fahrzeugen zugeteilt. Die Harpstedter übernahmen den Abschnitt der Menschenrettung. Mit den beiden Hilfeleistungssätzen vom Hilfeleistungslöschfahrzeug und dem Rüstwagen wurde an beiden Fahrzeugen zeitgleich die Rettung vorgenommen. Aufgrund der starken Zerstörung des Passats gestaltete sich die Befreiung des Verletzten als sehr schwierig. Es wurde mit den hydraulischen Rettungsgeräten diverse Zugangsöffnungen gesetzt. Zudem wurde die linke hintere Tür entfernt. Mit einem Spineboard konnte der verletzte Fahrer patientengerecht gerettet und an den Rettungsdienst übergeben werden. Die Fahrerin des Ford Fiestas klagte während die Rettungsmaßnahmen liefen über starke Rückenschmerzen. Hier wurde das Dach komplett vom Fahrzeug getrennt und auch ebenfalls mit einem Spineboard die Rettung durchgeführt. Nach dem beide Personen aus den Fahrzeugen befreit waren, wurde die Übung als beendet erklärt.

Solche Alarmübungen müssen mindestens einmal im Jahr durchgeführt werden. Das Hauptaugenmerk dieser Übung lag darin, wie sich die Ausrückzeiten der beiden Feuerwehren aber auch die Mannschaftsstärke darstellten. Desweiteren sollte die Zusammenarbeit zwischen Harpstedt und Beckeln verstärkt werden. In einem Ernstfall muss eine reibungslose Arbeit mit beiden Feuerwehren klappen. Trotz dass die Feuerwehr Beckeln nicht mit einem Hilfeleistungssatz bestückt ist, werden sie bei einem Verkehrsunfall, der in ihrem Löschbezirk geschieht, als zuständige Ortswehr mit alarmiert.Trotz einiger Einzelheiten, die im Nachgang in den Wehren aufgearbeitet werden, zeigten sich die Organisatoren zufrieden mit dem Ablauf der Übung. Ein Dank richteten sie an die Unfalldarsteller, aber auch an Steffi Windhusen. Windhusen hatte die Darsteller mit täuschend echten Verletzten geschminkt. Ein weiterer Dank ging an die Kfz-Werkstatt Dutsch in Harpstedt für die Bereitstellung der Fahrzeuge.Zum Abschluss der Übung wurde allen Teilnehmer ein kleiner Imbiss im Beckelner Feuerwehrhaus gereicht.